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Erfolgsgeschichte Herford - So geht Konversion!

Die Konversion in Herford ist eine gewaltige Aufgabe. Und sie ist eine echte Erfolgsgeschichte. In einer Diskussionsrunde hat die BImA das Projekt auf der EXPO REAL vorgestellt.

(von links): Felix Nolte, Bernd Grotefeld (beide BImA), Norbert Landshut (Geschäftsführer SEH), Tim Kähler (Bürgermeister von Herford) und Moderator Jörg Brökel (Foto: BImA).

Bonn/München, 8. Oktober 2018. Drei ehemalige britische Kasernen, 319 Wohneinheiten, knapp 45 Hektar bebaute Fläche – die Konversion in Herford ist eine gewaltige Aufgabe. Und sie ist eine echte Erfolgsgeschichte. In einer Diskussionsrunde wurde das Projekt gleich am ersten Tag auf der EXPO REAL vorgestellt. Mit dabei: Herfords Bürgermeister Tim Kähler, der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft SEH Norbert Landshut sowie von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) Bernd Grotefeld, Leiter Portfolio Management Nordrhein-Westfalen, und Felix Alexander Nolte, Verkaufsmanager Ostwestfalen-Lippe.

In Herford hat sich viel getan in den vergangenen Jahren. Die Briten haben drei Kasernen in der Stadt aufgegeben und über 300 Wohnungen frei gemacht. Die Konversion läuft auf Hochtouren. Sie ist ein besonders gutes Beispiel für eine gelungene, schnelle Umwandlung militärischer in zivile Liegenschaften. Deshalb war das Konversionsprojekt am 8. Oktober Thema am BImA-Messestand auf der EXPO REAL.

1,5 Millionen Euro Verbilligung

„Herford ist ein ideales Best-Practice-Beispiel“, sagte Bernd Grotefeld. „Hier ist es uns gelungen, Vieles in kurzer Zeit umzusetzen.“ Herfords Bürgermeister Tim Kähler ist stolz darauf, die Herausforderung Konversion mutig angepackt zu haben: „Auf 20 Hektar Fläche in der Innenstadt sind jetzt sozial ausgewogener Wohnraum und mit dem Bildungscampus ein Zentrum für Wissen, Bildung und Innovation entstanden.“ Bereits jetzt lernen dort 500 Studierende, weitere 500 sollen hinzukommen.

Felix Nolte von der BImA erklärte, dass Herford die Möglichkeit von Verbilligungen beim Erstzugriff genutzt hat: „Die kommunale Wohnungsgesellschaft hat zehn Mehrfamilienhäuser mit 60 Wohneinheiten gekauft. Pro Wohnung wurden vom Kaufpreis 25.000 Euro abgezogen. Die Verbilligung betrug also insgesamt 1,5 Millionen Euro.“ Außerdem reduzierte die BImA den Kaufpreis von vier Reihenhäusern um 50 Prozent, damit die Stadt dort eine Kita einrichten kann. Nach der neuen Verbilligungsrichtlinie bekommt die Stadt nun sogar ein Grundstück am Bildungscampus quasi geschenkt. Dort soll eine Straße gebaut werden.

Wohnraum zu fairen Preisen

Aber Herford hat nicht überall das Erstzugriffsrecht in Anspruch genommen. Die Stadt legt Wert auf einen Mix. „Uns geht es darum, die Stadt weiterzuentwickeln, aber mit möglichst geringem finanziellen Risiko“, betont Bürgermeister Tim Kähler. „Deshalb ist uns jeder Investor willkommen.“ Ein Beispiel: Das Gelände des ehemaligen NAAFI-Shops, eines Versorgungszentrums der Briten, entwickelt und vermarktet die BImA gemeinsam mit der Stadt als Einzelhandels-Standort. Dort entsteht nun ein Drogerie-Markt und ein Wohngebiet.

Auch die Wohnungen will die Stadt nicht komplett selbst erwerben. „Wir bieten derzeit mehrere Doppelhaushälften am Markt an. Interessenten können sich gerne melden“, sagte Felix Nolte auf der Messe. Die ehemalige Hammersmith-Kaserne wird möglicherweise ebenfalls an private Entwickler verkauft. „Wir arbeiten gemeinsam für den Markt und für die Stadtentwicklung Herford. Dabei wird Wohnraum geschaffen mit verträglichen Mietpreisen und verträglichen Kaufpreisen“, versprach Norbert Landshut und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen BImA, Stadt und seiner Stadtentwicklungsgesellschaft.

Luftbild Herford